Das war so nicht zwingend zu erwarten. Am vergangenen Sonntag gab es im Spiel der beiden niedersächsischen Spitzen-Teams aus Dohren und Braunschweig zwei richtig gute Baseballspiele, die die 89ers der Coaches Sepp Howen, Max Jaeger und Shota Usuda mit 4:1 und 12:1 klar für sich entscheiden konnten.

Ein kurzer Mound Visit, um den Kopf wieder frei zu bekommen….

„Wir sind sehr stolz auf die Jungs, die gegen einen sehr starken Gegner fast fehlerlos gespielt haben,“ sagte Sepp nach dem Doubleheader. „Aber: Noch haben wir nichts gewonnen, im Endspiel (erneut gegen Dohren) sind die Karten neu gemischt. Aber wenn wir die Leistung von heute wieder zeigen, haben wir gute Chancen, unseren Titel erneut zu verteidigen.“

Bennt startete auf dem Mound gegen die schlagkräftige Truppe aus Dohren. Dem 1B Hit des Leadoff-Hitters folgten zwei schnelle Outs, ein Passed Ball erzwang einen Run der Farmers, ehe Bennet mit einem Strike Out aus dem Inning kam.

Doch die 89ers antworteten sofort. Gegen Matthes, der im vergangenen Jahr die U12 Nationalmannschaft im Finale zum Europameister pitchte, waren Bennet und Louis geduldig (BB), Joni bei seinem 2B Hit eiskalt und beim anschließenden Baserunning „Heads Up“ (3:1).

Bennet hatte nun seine Kontrolle größtenteils gefunden. Trotz zweier Walks gelang ein Inning ohne Runs und so blieb es auch ein zeitlang. Beide Pitcher waren megastark: Bennet mit 8 Strikeouts, 4 Walks und 3 Hits und Matthes mit bärenstarken 13 (!!!) Strike Outs bei 4 Walks und 4 Hits (Joni 2B, 2B – Julian B. 1B, Bennet 1B). „Auf dem Nivean entscheiden Kleinigkeiten, Geduld, Erfahrung und Mut,“ sagt dazu Headcoach Max Jaeger.

Das zeigte sich in Nuancen – beim Baserunning, bei geduldigen At Bats und vor allem in der Defense. Auf die konnte sich Pitcher Bennet verlassen. Nur ein Error im ersten Inning, der auch den Run verursachte, ist ein entsprechend starkes Zeichen. Und hinten raus zeigte Bennet mit 5 Strike Outs nochmal sein ganzes Können.

Megastark: Bennet auf dem Mound

Großer Jubel und dann wieder Fokus auf Spiel 2, dass entgegen der sonstigen Regeln wieder als Live Pitch Spiel gespielt wurde. „Wir waren uns mit Dohren schnell einig, dass wir heute zweimal ‚richtig‘ Baseball spielen,“ erklärt Howen.

Damit durfte Joni sein Können auf dem Mound zeigen. Hinter der Platte spielte wieder Tim, der bereits im 1. Spiel ein gutes Spiel als Catcher abgeliefert hat. Und auch Joni war sofort im Spiel und konnte sich zudem auf seine Defense verlassen. 3 Hits, 6 Strikeouts, 1 Run – das konnte sich sehen lassen.

Und auch Yuma, der als Reliever übernahm, zeigte ein sehr gutes Spiel. Mit viel Kontrolle und Ruhe und unterstützt von seiner weiterhin sehr wachen Defense ließ er keinen weiteren Runner über die Platte kommen.

 

In der Offense blieben die 89ers geduldig, schlagstark und auf den Bases hellwach.  Viele Hits, gute At Bats und starkes Baserunning sorgten für insgesamt 12 Runs. „Das ganze Team hat großartig gespielt und sich den zweiten Sieg mehr als verdient,“ so Max Jaeger zu Spiel 2.

Es ist immer schwer, besondere Leistungen hervorzuheben. Und doch waren einige der Jungs richtig gut aufgelegt. Louis (2 aus 4, 2 BB, 2 Runs), Joni (3 aus 5, 2 Runs), Julian B. (3 aus 4, 3 Runs), Tim (2 aus 2, HP, 2 BB, 2 Runs), Malte (3 aus 5) überzeugten besonders in der Offense. Catcher Tim mit 3 Caught Stealings und die Defense generell fast fehlerfrei. Es war ein toller Tag für die 89ers.

 

„Im Finale sind die Karten neu gemischt und Dohren hat mit Matthes einen überragenden Pitcher. Aber wir gehen selbstbewusst in das Finale (Termin tbd) und freuen uns auf ein spannendes Spiel gegen die Wild Farmer,“ wagte Sepp Howen nach dem Spiel einen kleinen Ausblick.

 

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Fotos: coldwaterpictures

Bericht: fo