Die Enttäuschung war da, wich aber nach kurzer Zeit dem Stolz über das Erreichte. Die U15 der Braunschweig 89ers hat ihren Verein, ihre Stadt und auch Niedersachsen bei der DM in Mainz hervorragend vertreten. Im letzten Spiel um Platz 5 war dann die Luft raus. Gegner Ladenburg wurde am Morgen noch mit 8:4 besiegt.
Am Ende eines langen Turniers war der kleine Kader von nur noch elf Spielern (Noah fiel verletzt aus, Cristoph war schon auf dem Weg nach China) leider etwas zu dünn. Und trotzdem fuhren alle sehr stolz und glücklich zurück nach Braunschweig.

Gänsehautmoment in Mainz: Speziell für die Jugendspieler des Jahrgangs 2011 gab es Bengalos als Abschiedsgruß.
Trotzdem zogen die Trainer Sepp Howen, Timm Strübing und Normen Elker eine positive Bilanz. „Das Niveau bei der DM ist unfassbar hoch. Hier spielen die besten Teams Deutschlands und der Großteil der Nationalspieler ist am Start,“ sagte Strübing zum Turnier.
Unterschiede sieht man in vielen kleinen Dingen, teils aber auch direkt. Der ein oder andere Spieler hat die 1m90 schon gerissen. Und auch im Spiel kann man vor allem bei den favorisierten Teams aus Mainz und Paderborn schnell erkennen, dass alles etwas schneller und härter zugeht.
Dennoch hat ein gutes Team gegen ein sehr gutes Team Chancen. Dann muss allerdings alles passen. Für die 89ers begann das Turnier gleich sehr anspruchsvoll gegen den Mitfavoriten aus Mainz. Lange hielten die Braunschweiger Jungs mit, zeigten viele gute At Bats und auch die Pitcher zeigten gute Leistungen.
Felipe, der spätere MVP des Turniers machte schließlich den Unterschied und war für gleich fünf der acht Runs der Mainzer verantwortlich. Die 89ers brachten vier Runs auf das Scoreboard und nach einem insgesamt sehr guten Spiel gewannen die Mainzer knapp, aber verdient mit 8:4. „Ein bisschen mehr war durchaus drin, aber wir waren sehr zufrieden mit dem Auftritt,“ so Strübing weiter. Das sahen auch viele Zuschauer auf den Tribunen und die Kommentatoren des Spiels so.
Headcoach Sepp Howen dazu: „Das war gut. Eine DM ist sehr taktisch. Man muss einen guten Plan insbesondere beim Pitching haben. Und Yuma, Crissi und Malte haben das wirklich gut gemacht und uns im Spiel gehalten.“ Natürlich wussten die Coaches um die Mainzer Stärke und sind nicht „all-in“ gegangen. Das sollte erst im zweiten Spiel gegen die Berlin Wizards geschehen.
Bei drei Gruppen qualifizierten sich die Gruppenersten direkt für das Halbfinale am Sonntag, die Gruppenzweiten sollten in einer Zwischenrunde den vierten Finalplatz ausspielen. Gegen Berlin startete Bennet Wesch auf dem Mound. Er machte das ordentlich, doch die Berliner konnten einige Treffer landen. So stellten die Coaches um. Denn wer als Pitcher nicht mehr als acht Schlagmänner „sieht“, darf am nächsten Tag nochmal werfen.
So kam Louis Liebscher auf den Mound, Bennet wechselte auf Shortstop. Das war eine gute Idee, da beide von nun an ein sensationelles Spiel zeigten. Louis hatte sehr gute Kontrolle und Bennet war fortan überragend. Ihm gelang auch das letzte Out nach einem weiten Wurf in Richtung Homeplate, den Catcher Tim zum dritten Out verwandelte. Das große Ziel, das Erreichen der Zwischenrunde war erreicht.
Dort ging es im dritten Spiel des Tages unter Flutlicht gegen die Hamburg Stealers. „Leider waren unsere Jungs da schon ziemlich platt. Der Spielmodus war für uns etwas unglücklich. Hamburg hatte bereits am Freitag ein Spiel und am Samstag nur eins am Vormittag. Man merkte, dass sie frischer waren und vor allem deutlich mehr Spieler zur Verfügung hatten.“
So setzte es eine klare Niederlage. Leider ging nicht viel zusammen und das Spiel endete 0:11. Die Pizza etwas später schmeckte trotzdem gut!!!
Im zweiten Spiel der Zwischenrunde ging es gegen Ladenburg. Starting Pitcher Crissi fand leider nicht ins Spiel. Nach drei Hit by Pitches und vier Walks war Schluss auf dem Mound. Tim übernahm und schaffte sofort das dritte Out. Es stand „nur“ 3:0.
Doch im Gegensatz zum Spiel gegen Hamburg zeigten sich die 89ers deutlich schlagfreudiger. So holten die Braunschweiger nach und nach auf, gingen schließlich mit 4:3 in Führung. Da Tim weiterhin gut warf, entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem die Ladenburger im vierten Inning ausgleichen konnten. Dann kam Jonis großer Moment. Nachdem die 89ers bereits auf 5:4 gestellt hatten, schlug Joni einen mächtigen 3Run Homerun über den Zaun. Der hatte richtig Wumms! Die Ladenburger konnten den Rückstand nicht mehr aufholen, der zweite Sieg war geschafft.
Im Spiel um Platz 5 ging es dann nochmal gegen Ladenburg, doch auch hier war der Aderlass der letzten zwei Tage zu merken. Die 89ers liefen von Anfang an einem Rückstand hinterher, das Pitching war nicht so solide wie das der Gegner und auch die Defense struggelte immer wieder.
Ladenburg führte bereits mit 8:4, als Braunschweig endlich die Aufholjagd startete. Die 89ers schafften es sogar, die Bases zu laden und bei zwei Outs ging mit Bennet der beste Schlagmann an die Platte. Leider fiel unser Runner an der zweiten Base in einen kurzen Tiefschlaf und wurde dort „Aus gemacht“ – mehr als ärgerlich. Davon erholten sich die 89ers leider nicht mehr, am Ende ging das Spiel klar mit 13:5 verloren.
„Wir hatten uns schon erhofft zu gewinnen. Am Ende hatten wir die große Chance, das Spiel auszugleichen und zu entscheiden. Wir sind aber trotzdem zufrieden mit unserem Team und der gesamten DM,“ fasste Howen das tolle Wochenende zusammen. Vorwürfe gab und gibt es nicht. Das Team war ein echtes Team, am Ende waren alle heiser. Die Stimmung bei den Spielen war immer sehr gut.
Wer möchte, kann sich die Spiele der 89ers noch für ein paar Tage auf youtube ansehen. Einfach DM Baseball U15 2026 eingeben….
Es spielten: Dillon, Noah, Tim, Joni, Malte, Basti, Yuma, Bennet, Louis, Christoph, Fiete, Vince und Felix.
Es coachten: Sepp, Timm und Fossy
Vielen Dank an die Eltern, Freunde etc. für die tolle Unterstützung von der Tribune!
fo




