Am Ende des Tages standen zwei klare Siege für die 89ers auf den Scoresheets. Beide Spiele wurden vorzeitig jeweils durch einen Walkoff-Homerun beendet, das erste Spiel nach fünf Innings (10-Run-Rule), das zweite Spiel bereits nach vier Innings (Mercyrule). Im ersten Spiel gelang Luis Villalobos sein dritter Homerun der Saison, im zweiten Spiel zog Shota Usuda nach.

Hat richtig Dampf im Schläger: Catcher Luis Villalobos
Der Start geriet nicht nach dem Geschmack der meisten der ca. 250 Zuschauerinnen und Zuschauer und vor allem nicht nach dem von Coach Kirk McNabb. Nach einem unterirdischen Inning führten die Blackbirds mit 3:0. Da wurde es schonmal kurz laut auf der Bank. „Ich war vor allem mit der Einstellung nicht einverstanden,“ so McNabb zum Auftakt seines Teams. Baseball wird – auf Augenhöhe gespielt – oft von Kleinigkeiten und sehr oft mental entschieden. Das hat nicht gestimmt.
Die Blackbirds hingegen haben sich anfangs gut verkauft. Die 89ers kamen mit den bewusst sehr langsamen Würfen des Pitchers nicht zurecht. „Meine Spieler haben das dann deutlich verbessert und vor allem mit Spiel 2 bin ich zufrieden,“ so McNabb weiter.

Sehr stark an der Platte zeigte sich Neuzugang Nabil Adviji
Pitcher Sobanski war ab dem zweiten Inning voll da, ebenso seine Defense. Er gab nur noch zwei Walks und zwei Hits bei insgesamt neun Strikeouts ab. An der Platte stellten sich die 89ers besser auf die Pitches ein, doch erst im dritten Inning schafften sie den Ausgleich und im vierten Inning wurde es dann deutlich (3:9). Alle Spieler konnten mindestens einen Hit erzielen und kamen mindestens zweimal auf Base. Dem Schlusspunkt von Luis folgte dann großer Jubel.

Stark in Defense und Offense: Shota Usuda
Bei bestem Wetter war im Spiel zwei der Klassenunterschied dann recht früh zu erkennen. Pitcher Aaron Toporek war von Beginn an im Spiel, warf viele erste Strikes und ließ nichts anbrennen. Wenn der Wolfsburger Starchikov nicht im 2. Inning einen Hit gelandet hätte, wären es gar vier perfekte Innings geworden.
In der Offense gingen die 89ers ganz anders zur Sache. Die Batter dominierten von Anfang an, zudem warfen die Wolfsburger Pitcher Kike und Walli viele Walks. Nach vier Innings war dann beim Stand von 16:0 der insgesamt fünfte Sieg der Saison in der Tasche.
Für die Wolfsburger dürfte es schwer werden. Ohne Verstärkung sind die Blackbirds kaum wettbewerbsfähig. Der Schritt in die 2 Bundesliga zeigt sich bereits nach dem dritten Spieltag als sehr groß. Ohne zusätzliche Spieler mit hoher Qualität dürfte das „Abenteuer 2. Bundesliga“ mit vielen weiteren hohen Niederlagen verbunden sein.
Und dennoch ist es für den niedersächsischen Baseball wichtig, ein weiteres Team in der 2. Bundesliga zu haben. Dafür wünschen wir den Blackbirds viel Erfolg!
Fotos: Miriam Wesche
Text: Fossy
























