Nach zwei langen und äußerst spannenden Spielen mussten sich die 89ers im Halbfinale um den Aufstieg in die 1. Baseball Bundesliga den Dortmund Wanderers geschlagen geben. In beiden Spielen dominierten zunächst die Pitcher, beide Teams spielten über die insgesamt 16 Innings fast fehlerlos.
Am Ende entschied wohl der breitere Kader der Wanderers.

Überzeugte als Starting Pitcher. Shota Usuda
Doch bei aller Enttäuschung gibt es auch viel Stolz. Die 89ers haben alles gegeben und in den Playoff-Spielen steppte der Bär im Ballpark im Lindenberg.
Auch im Halbfinale musste das Team von Coach Max Jaeger die Niederlage aus Spiel 1 (in Dortmund, 1:5) aufholen. Mit Rene Gonzalez und Aaron Toporek fehlten Jaeger zudem verletzungsbedingt gleich zwei Stammspieler.
„Aaron sollte eigentlich das erste Spiel in Braunschweig starten. So mussten wir umdisponieren und Shota auf den Mound stellen, “ erklärte Jaeger die schwierige Situation. Die bedeutete gleichzeitig die Chance für den erst 16jährigen Janek Reissmann auf der wichtigen Position des Short Stop. Und die löste er bravourös.
„Die ganze Mannschaft, inklusive der Bankspieler, hat von Anfang an Gas gegeben. Und Janek hat seine Sache mehr als gut gemacht, “ zeigte sich Jaeger zufrieden mit Einstellung und Leistung seines Teams.
Zunächst dominierten beide Pitcher. Das war zumindest auf Braunschweiger Seite nicht unbedingt zu erwarten, doch Shota zeigte wieder einmal seine Extraklasse. Erst im sechsten Inning konnten die Gäste per single Homerun zum 1:1. ausgleichen. Die 89ers waren im Inning zuvor durch Marc Hoffmann in Führung gegangen (1:1).
UIm sechsten Inning legten die 89ers bei zwei Outs ganze vier Punkte nach. „Wir waren geduldig am Schlag und konnten den guten US-Pitcher nach und nach knacken. Den Pitcherwechsel haben wir dann sofort für uns genutzt, “ so Jaeger zu der Situation

Zeigte wieder gute Leistungen an der Platte: Marc Chamberlain
Nach dem Homerun übernahm Konrad Sobanski auf dem Mound. Der war mit zwei schnellen Outs sofort im Spiel. Den Baserunner schnappte sich Catcher Nikki Lübbers anschließend per caught stealing. Und ach im 7. Inning ging es schnell für Konrad.
Im 8. Inning ging etwas überraschend Marve Freise auf den Mound. „Ich brauchte Konrad für das zweite Spiel und hatte absolutes Vertrauen in Marve,“ erklärte Jaeger. Und Marve zahlte das Vertrauen zurück. Gegen seine unkonventionellen Würfe fanden die Wanderers kein Mittel. Marve war sofort locked-in und sicherte den wichtigen Sieg (5:1).

Musste gleich zweimal ran und überzeugte in beiden Spielen: Konrad Sobanski
Tosender Applaus auf der Bühne und auf der „Gegengeraden“ vorm Catering-Stand – die ca. 200 Zuschauerinnen und Zuschauer gaben alles. Auch die Gäste zollten am Ende Respekt für die tolle Kulisse.
Das zweite Spiel nahm einen ähnlichen Verlauf wie das erste Spiel. Beide Pitcher dominierten und erst im vierten Inning konnten die Gäste einen Run scoren. Leider fanden die 89ers wie schon in Dortmund kein Mittel gegen den bärenstarken Dortmunder Pitcher, der regelmäßig 85+ Meilen warf. Lediglich drei Hits durch Chamberlain (2B, 2B) und Usuda (1B) sowie ein Walk durch Vetter waren am Ende zu wenig.
Gonzalez warf unanständige 14 Strikeouts und ließ keinen Run der 89ers zu. Da die aber in der Defense weiter gut spielten, war es bis zuletzt spannend. Am Ende gewannen die Dortmunder mit 2:0. „Absolut verdient, aber dennoch haben wir bis zum Ende auf Augenhöhe gespielt. Schade, aber trotzdem hatten wir eine tolle Saison und diese beiden Spiele waren trotz der Niederlage am Ende ein guter Abschluss einer erfolgreichen Saison, “ fasste Jaeger am Ende zusammen.
Im Winter wird weiter hart gearbeitet und sicher werden einige weitere junge Talente an die Mannschaft herangeführt. Und dann wird es im nächsten Jahr hoffentlich wieder laut im 89ers Ballpark….
Fotos: Miriam Wesche




























