Zunächst eine kurze Erklärung: Beide Teams standen mit je 7:1 Siegen punktgleich an der Tabellenspitze. Beide hatten zwar gegen die Roadrunners verloren, die haben aber leider eine wichtige Regel im deutschen Baseball missachtet und zu viele Importspieler auf den neuralgischen Positionen Pitcher / Catcher / Shortstop gleichzeitig spielen lassen. „Das ist den Roadrunners wohl nicht bekannt gewesen. Alle bisherigen Spiele wurden mit 0:7 gewertet,“ erklärte Teammanager Marc Hoffmann vor dem Spiel.

So kam es also zum Spitzenspiel gegen die Skylarks, das die 89ers unbedingt zweimal als Sieger beenden wollten. Pitcher Konrad Sobanski und sein Team gingen entsprechend konzentriert zur Sache. In den ersten fünf Innings schaffte Konrad 7 Strikeouts bei drei Hits und zwei Walks.

An der Platte zeigten die 89ers gute Leistungen. Sehr stark wieder mal Rene Jecht-Gonzales (3 aus 4, 3 Runs). Marc Hoffmann (2 aus 4, HR, 2B, 5 RBI, 2 Runs) und Shota Usuda (2 aus 2, 1B, HR, 2 BB, 4 Runs, 2 RBI) waren ebenfalls on fire und schafften je einen Homerun.

Ein „No-doubter“ von Marc Hoffmann

Es sah gut aus, da die 89ers regelmäßig scorten und mit 7:0 ins sechste Inning gingen. Doch irgendwie kämpften sich die Berliner zurück und machten das Spiel nochmal spannend.

Auch Usuda ließ es richtig krachen (hier mit Marc Hoffmann)

Die Skylarks schlugen sich langsam auf Sobanski ein, der zudem ein wenig Power und Kontrolle einbüßte. Nach einem Hit-by-pitch und drei Hits stand es plötzlich nur noch 7:3, ein Runner war auf der 2. Base, kein Out. Coach McNabb musste handeln und brachte Marve Freise auf den Mound.

Der begann mit einem Walk und einem Groundout, ehe er mit einem weiteren Walk und einem Hit-by-pitch gar einen Run verursachte. Doch scheinbar braucht Marve diesen Druck. die nächsten beiden Batter schickt er per Strikout zurück auf ihren Stuhl. Und auch im letzten Inning überzeugte Marve mit zwei weiteren Strikeouts. Zuvor hatte die Big Blue Machine den alten Abstand wieder hergestellt bzw. erhöht. Am Ende stand ein hart erkämpfter und verdienter 13:4 Erfolg.

Gewohnt stark an der Platte: Rene Jecht-Gonzalez

Spiel zwei geriet von Anfang an sehr deutlich. Pitcher Aaron Toporek hatte von Anfang an alles im Griff. Viele gute Pitches, viele Strikes und eine gute Defense bedeuteten die Grundlage für den zweiten Sieg des Tages. Lediglich im ersten und dritten Inning konnten die Berliner je einen Run erzielen. Die ca. 200 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten nie wirkliche Zweifel am Sieg.

Ein junger Spieler mit viel Talent: Hannes Potrikus bei seinem Walkoff-Hit

Den verdienten sich die 89ers durch geduldige At Bats und gute Entscheidungen an der Platte. Die Berliner hatten nicht mehr viel zuzusetzen, vor allem auf dem Mound gab es wenig Power. So stand am Ende ein vorzeitiger 12:2 Sieg, den ein junges Talent mit einem besonderen Highlight erledigte. Hannes Potrikus schaffte bei seinem 2RBI-Walkoff-Hit seinen ersten Hit überhaupt in der 2. Liga. Ah boy, Hannes!

Fotos: Miriam Wesche